Das Jahr 1936
 

 

Die Texte zum Jahr 1936 in den Kirchenbänken der Ausstellung

 

7. März:
Einmarsch deutscher Truppen in das entmilitarisierte Rheinland.
 
12. März:
Wahl einer »2. Vorläufigen Kirchenleitung« durch die »radikalen« Kräfte der Bekennenden Kirche.
 
8. Mai:
Der Reichskirchenausschuss erfragt bei den Landeskirchen die Zahl der »nichtarischen« Pfarrer.
 
28. Mai:
Denkschrift der »2. Vorläufigen Kirchenleitung« an Hitler, in der der »rassische Antisemitismus« und die Rechtswillkür in Deutschland kritisiert werden.
 
Juni:
Kirchenaustrittswelle, die von den Nationalsozialisten propagandistisch unterstützt wird.

 
1. August:
Eröffnung der Olympischen Spiele in Berlin. Die antisemitische Propaganda wird für kurze Zeit abgemildert.
 
September:
Der »Reichsverband der nichtarischen Christen« wird auf behördliche Anweisung in »Paulusbund. Vereinigung nichtarischer Christen e.V.« umbenannt.
 
20. September:
In Lübeck sagen sich die Pastoren der Bekennenden Kirche vom Bischof und dem Kirchenrat los.
 
19. November:
Gründung der »Forschungsabteilung Judenfrage« des »Reichsinstitutes für Geschichte des neuen Deutschlands«, München.
 
5. Dezember:
Mit der Entlassung von 9 Pastoren der Bekennenden Kirche erreicht der Kirchenkampf in Lübeck seinen Höhepunkt.
 
Dezember:
Pastor Wilhelm Halfmann veröffentlicht die Schrift »Die Kirche und der Jude«.
 
31. Dezember:
Ausschluss der Juden aus dem Staatsdienst.
 
31. Dezember:
Lübeck: Ausweitung des Arierparagraphen auf Kirchenvögte, Kirchendiener und Friedhofswärter.

 

 
   

zum Folgejahr: 1937

 
     

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