Das Jahr 1944
 

 

Die Texte zum Jahr 1944 in den Kirchenbänken der Ausstellung

 

1. Mai:
Pastor Leiser, Brokdorf, wird aufgrund seiner »nichtarischen« Abstammung von der schleswig-holsteinischen Landeskirche in den Ruhestand versetzt. Daraufhin beschäftigt ihn die Hamburgische Kirche weiter.
 
15. Mai – 9. Juli:
Deportation von 437.000 Juden aus Ungarn nach Auschwitz. Der Großteil wird unmittelbar nach der Ankunft ermordet.
 
6. Juni:
Landung der Alliierten in der Normandie.
 
20. Juli:
Erfolgloses Attentat auf Hitler.
 
6./7. Oktober:
Häftlingsrevolte der Sonderkommandos in Auschwitz, bei der u.a. eine Gaskammer zerstört wird.
 
Oktober 1944:
Beginn des »Sondereinsatz J«, die Zwangsverpflichtung und Internierung von »Mischlingen 1. Grades« und »jüdisch Versippten«.
 
Ab Oktober:
Mehr als 1.000 Hamburger werden als »Halbjuden« und »jüdisch Versippte« »dienstverpflichtet« und als »Sonderkommando J« interniert. Den »jüdisch Versippten« wird die Freiheit in Aussicht gestellt, falls sie sich von ihren jüdischen Ehefrauen scheiden lassen.

 

 
   

zum Folgejahr: 1945

 
     

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