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Unterrichtsmaterialien

Pressearchiv und
Rahmenprogramme

Literatur
 
   

Presseberichterstattung Hamburg-Harburg
 

 

 

 

 

15.12.2002

Nordelbische Kirchenzeitung:
Kirchenkreis Alt-Hamburg will NS-Zeit aufarbeiten

16.11.02

Norddeutsche Rundschau:
Sachgerechte Aufklärung
 

09.11.02

Itzehoer Nachrichten:
Wehrlosen verurteilt
 

04.11.02

Itzehoer Nachrichten:
Der Kern des Anstoßes
 

31.10.02

Itzehoer Nachrichten:
Undifferenziert
 

30.10.02

Itzehoer Nachrichten:
Antisemitismus: Halfmann im Zwielicht
 

 

Zur Diskussion um Wilhelm Halfmann


07.12.02

Die Harburger Woche:
Jede Menge lokaler Bezug
 

11.02

Ev.-Luth. Kirchenkreis Harburg:
Eine würdige Eröffnung
 

11.11.02

Harburger Anzeigen und Nachrichten:
Harburg: Das lange Schweigen gebrochen
 

09/10.11.02

Harburger Rundschau:
Die nordelbische Kirche im Nationalsozialismus
 

09.11.02

taz-Hamburg:
Beschämt über das lange Schweigen
 

06.11.02

Wilhelmsburger Wochenblatt :
Die Kirche in der NS-Zeit
 

02.11.02

Der neue Ruf:
Christen auf NSDAP-Kurs gebracht
 

01.11.02

Harburger Anzeigen und Nachrichten:
Ein heißes Eisen der deutschen Geschichte
 

15.10.02

Hamburger Abendblatt:
Ausstellung: Kirchen und NS-Zeit
 

07.10.02

Kirchenkreisinformation des ev.-luth. Kirchenkreises Harburg:
Der Kirchenkreis Harburg und die Juden in der NS-Zeit

 
   
 

Nordelbische Kirchenkreise untersuchen die eigene Rolle im Nationalsozialismus. Synode in Altona bekennt sich zur Mitschuld, "Initiative Gedenken" in Harburg

 

 

Beschämt über das lange Schweigen

taz-Hamburg, 09.11.02

Mit freundlicher Genehmigung der taz - die tageszeitung

Am Anfang war eine Ausstellung. Diese heißt "Kirche - Juden - Christen in Nordelbien", tourt momentan durch die Kirchenkreise von Stadt und Region und beleuchtet selbstkritisch die Rolle der evangelischen Kirche in der Nazi-Zeit. Der Nebeneffekt: Immer mehr Kirchenkreise untersuchen, wie sie sich damals verhalten haben. Vom Widerstand über das Weggucken bis zum aktiven Mittun war alles dabei. In Altona hat sich die Synode im vergangenen Monat zur Mitschuld am Schicksal der Nazi-Opfer bekannt. Und auch in Harburg, wo die Ausstellung momentan Station macht, hat die "Initiative Gedenken" in der Geschichte ihrer Kirche vor Ort gegraben.

"Uns beschämt das lange Schweigen in Altonas Kirchen zu dieser Schuld", heißt es in der Altonaer Synodenerklärung. So hatte die Propstei Altona eine so genannte Sippenkanzlei eingerichtet, die den Nazis half, auf der Suche nach JüdInnen "nichtarische" Gemeindemitglieder zu identifizieren. Der Historiker Bernd Liesching hat die Geschichte der Propstei zwischen 1933 und 1945 untersucht und dies herausgefunden. 1938 erstellte die Propstei eine Liste mit den Namen von 44 "getauften Juden", die den Nazis zugeleitet wurde. Die Betroffenen wurden 1941 aus der Kirche ausgeschlossen und waren damit schutzlos.

Im Kirchenkreis Harburg reagierte die Kirche nur zögernd auf die Verfolgung der jüdischen Gemeinde in Wilhelmsburg, wie die Initiative Gedenken anmerkt. Das lokale kirchliche Gemeindeblatt veröffentlichte nach der Reichspogromnacht 1938 einen Beitrag, der alle "zur Unterstützung des rassischen, politischen Abwehrkampfes gegen das Judentum" aufrief. Fazit der Initiative heute: "Auch oppositionelle Kirchenvertreter begründeten ihre Positionen mit einer grundsätzlichen Ablehnung des Judentums und billigten die Rassenpolitik des Staates." PETER AHRENS

 
 
 
   
 
     

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